Herzlich willkommen

Tipp des Monats Juli

Außenkultur - ja oder nein?

Es gibt eigentlich kein Universal-Rezept für den optimalen Standort einer Orchidee. Allein der Begriff Orchidee ist hier viel zu allgemein, denn es gibt diese schönen Geschöpfe nahezu auf der ganzen Welt und jede Art hat sich ihrem natürlichen Standort angepasst.

Mit dem sommerlichen Standort meint der Fachmann den geeigneten Platz im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Im Allgemeinen dürfen Sie alle hartlaubigen Bulben-Orchideen nach draußen stellen. Dies sind die meisten Sorten aus den Gattungen Oncidium, Odontoglossum und deren Anverwandte und auch Cattleya und Cymbidium. Eine Ausnahme ist die ursprünglich aus Kolumbien stammende Miltonia. Diese ist relativ empfindlich und darf nicht nach draußen. Hingegen der brasilianische spectabilis Miltonia Type darf sehr gerne nach draußen. Die beste Stelle für den Außenbereich ist ein halbschattiger Standort, wenn möglich in der näheren Umgebung von Bäumen und Sträuchern. Diese schattieren die Pflanzen nicht nur optimal sondern es kann unter ihrem Schutz auch oft eine Art „Mikro-klima“ entstehen.

Der wichtigste Effekt ist aber die hervorragende Luftumspülung der Pflanzen und das Absenken der Temperatur in der Nacht. In einem Kleingewächshaus oder im Wohnbereich herrschen oft sehr gleichmäßige Temperaturen, die wiederum den Blütenansatz nicht fördern.

Absolut nicht geeignet für den Garten oder den Balkon sind z.B. Phalaenopsis und Frauenschuh. Diese benötigen gerade ein gleichmäßiges Klima und mögen überhaupt keine zu kühlen Nächte.

Der beste Zeitraum für eine Außenkultur von Orchideen ist von Anfang Juni bis Mitte/Ende Oktober. Auf jeden Fall sollten Sie die so genannten Eisheiligen abwarten bevor Sie Orchideen nach draußen stellen und ab September auch schon mit leichten Nachtfrösten rechnen. Auf das Wetter achten ist also bei einer sommerlichen Außenkultur das „A und O“.

In der Rubrik Gattungen  findet man Tipps und Grundsätzliches zu den gängigsten Orchideengattungen.