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Odontoglossum

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde aus dieser Gattung die teuerste jemals gehandelte Orchidee nach Europa gebracht. Umgerechnet kostete sie € 150.000.

Der Züchter, der diese damals so teure Orchidee kaufte war auch gleichzeitig ihr Mörder. Er wusste nicht, dass die meisten Arten von Odontoglossum aus den Höhenlagen der tropischen Gebirge Südamerikas stammen und somit kühl kultiviert werden müssen. Einige wenige Arten haben wärmere Standortansprüche und diese verwendeten Orchideenzüchter, um Odontoglossum für den häuslichen Bereich zu züchten.

Besondere Orchideen Pflege Hinweise für Odontoglossum (Zahnzunge)

Ein temperierter Wintergarten mit mäßiger Sonneneinstrahlung ist ideal für Odontoglossum. Um die gewünschte höhere Luftfeuchtigkeit an die Pflanze zu bringen, kann man Fensterschalen verwenden, in die Kieselsteine und Wasser eingefüllt werden. Eine gleichmäßige Substratfeuchte ist wichtig. Den Pflanzstoff daher nie austrocknen lassen aber auch keine Staunässe füpr die empfindlichen Wuirzeln erzeugen. Also, durchdringend wässern und gut abtropfen lassen. Im Winter etwas weniger gießen. Alle 14 Tage mit schwacher Konzentarion düngen und im Winter gar nicht düngen.

   
  • Gomesa crispa

    Gomesa crispa

    • Blütezeit: Sommer - Herbst
    • Temperatur: kühl (10 - 16 °C)
    • Mehr Details
    Preis*:
    25,90 €
  • Holcoglossum lingulatum

    Holcoglossum lingulatum

    • Blütezeit: Herbst - Winter
    • Temperatur: kühl - temperiert (12 - 18 °C)
    • Mehr Details
    Preis*:
    24,90 €
  • Odm. trilobum x Odontocidium Tiger Glow

    Odm. trilobum x Odontocidium Tiger Glow

    • Blütezeit: Winter - Frühjahr
    • Temperatur: temperiert (16 - 20 °C)
    • Mehr Details
    Preis*:
    19,90 €
  • Odontoglossum Alpin

    Odontoglossum Alpin

    • Blütezeit: Frühjahr - Sommer
    • Temperatur: temperiert (16 - 20 °C)
    • Mehr Details
    Preis*:
    15,90 €
  • Odontoglossum bictoniense 1

    Odontoglossum bictoniense

    • Blütezeit: Sommer - Herbst
    • Temperatur: temperiert (16 - 20 °C)
    • Mehr Details
    Preis*:
    24,90 €
  • Odontoglossum bictoniense 'Celle' 2

    Odontoglossum bictoniense 'Celle'

    • Blütezeit: Winter
    • Temperatur: temperiert (16 - 20 °C)
    • Mehr Details
    Preis*:
    24,90 €
   

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Orchideen sind eine edle Nutzpflanze

Was wir als Schmuckstück auf der Fensterbank bewundern wurde von der einheimischen Bevölkerung in Südostasien und Südamerika als Nutzpflanze verwendet. So dienten Cymbidien und Coelogynen in tropischen Ländern als Futterpflanze, in Asien waren Spathoglottis und Coelogyne beliebte Gemüsepflanzen  und  manche  Dendrobiumarten  wurden  im  philippinischen  und  indonesischen  Raum  als Flechtware eingesetzt.

Sogar als Heilpflanze und als Aphrodisiakum fand sie Verwendung.

Die Königin der Pflanzen

Sie lieben es sonnig und luftig um die Wurzeln, ab und zu darf es auch etwas Wasser sein. Daher haben es sich viele tropische Arten ausgesucht statt auf dem Waldboden auf den Ästen von Bäumen oder gar auf nacktem Fels zu thronen. Man nennt sie daher Aufsitzer oder Epiphyten (aus dem Griechischen „epi“ = auf und „phyton“ = Pflanze). Aber auch wenn sie noch so hungern ziehen sie keine Nährstoffe aus den Bäumen, sondern zehren von allem was sie auf den Ästen oder aus der Luft erhaschen können.

Phalaenopsis ist besonders clever und nutzt den erhabenen Standort um nicht nur mit den Blättern sondern auch mit den Wurzeln Photosynthese zu betreiben, deswegen kultivieren wir sie zu Hause in transparenten  Töpfen.  In  den  gemäßigten  Zonen  sind  vor  allem  terrestrische  also  erdwohnende Orchideen verbreitet, da sie mit den dort herrschenden Klimaschwankungen besser zurechtkommen.
   
Manche Orchideen sind ganz schön listige Pflanzen. Die Blüte der Gattung Orphys imitiert die Form eines weiblichen Insektes. Damit lockt sie paarungswillige männliche Insekten an, die ihr ganz unfreiwillig bei der Bestäubung helfen.

Eine lange Reise

In der Antarktis und der Wüste ist es den Orchideen zu ungemütlich. Abgesehen davon findet man sie aber auf dem ganzen Erdball, vor allem im tropischen Asien, wo rund 14 000 Arten beheimatet sind. Auch in Europa sind ein paar Arten heimisch, zum Beispiel die Nestwurz oder die Korallenwurz.  

Die  ersten  Orchideen,  die  auf  unserer  Fensterbank  landeten,  kamen  aber  im  17.  Jahrhundert  aus fernen Ländern mit spanischen Seefahrern zu uns. Die exotischen Schönheiten mit ihren sonderbaren Wurzeln und wundersamen Blüten lösten eine riesige Faszination aus. Damals noch waren sie Prestigeobjekte, die sich nur der reiche Adel leisten konnte. Viele Sammler stürzten sich in entbehrungsreiche Expeditionen, um neue wundersame Arten zu finden.

Doch durch Massenimporte sank Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Exklusivität und Ende des 19. Jahrhunderts fand man endlich den entscheidenden Trick, um sie zu züchten. Da die winzig kleinen Orchideensamen keine eigenen Nährstoffe besitzen, sind sie nämlich abhängig von einem Fadenpilz. Dieser dringt in den Samen ein und wird von dem Keimling als Nahrungsquelle genutzt.   

Doch woher nehmen und nicht stehlen?

Dank moderner Vermehrungsverfahren sind Orchideen heutzutage erschwinglich und es gibt sie sogar als Billigware im Discounter.

Wer wilde Orchideen aus der Natur mit nach Hause nimmt gefährdet ihren Fortbestand. Das Vorkommen vieler Arten geht weltweit zurück, da ihre Habitate aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung und Regenwaldabholzung zerstört werden. Wer eine besondere Art möchte, sucht sie sich am besten beim Züchter aus, denn hier gibt es eine große Auswahl an Naturformen und Hybriden sowie zahlreiche neue Züchtungen.