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Orchideen richtig schneiden

Wie häufig man eine Orchidee zurückschneiden muss, hängt in erster Linie von der Art ab. In der Regel müssen sie aber nur sehr selten zurückgeschnitten werden.

Blütenrückschnitt bei ein- und mehrtriebigen Arten

Wenn eintriebeige Arten wie zum Besipiel Dendrobium oder Frauenschuh verblüht sind, das heißt wenn alle Blüen von selbst abgefallen sind, kann der Blütenstängel direkt am Ansatz abgeschnitten werden.Hier sind keine weiteren Blüten zu erwarten.

Mehrtriebige Arten, wie zum Beispiel Phlaenopsis, bilden an einem verblühten Stiel unter Umständen nach einiger Zeit nochmals neue Blüten. Dazu muss der verblühte Stängel über dem zweiten oder dritten Auge abgeschnitten werden. Es braucht aber Geduld: 3-5 Monate kann es dauern bis die Pflanze in neuer Blütenpracht erscheint. Ein solches Remontieren kann bis zu dreimal bei demselben Stängel funktionieren.

Blütenrückschnitt bei blühfaulen Pflanzen

Gut gepflegte Orchideen blühen Jahr um Jahr üppig. Ihre Blütenstiele sollten in der Regel erst zurück geschnitten werden, wenn sie braun und trocken sind. Wird nur ein kleiner Seitentrieb eines Stängels braun, sollte auch nur dieser und nicht der ganze noch grüne Stiel abgeschnitten werden.

Ausnahmen bilden karge, blühfaule Pflanzen, die an einem Stängel grade mal ein bis zwei Blüten zustandebringen. In diesem Fall tut man gut daran, den noch grünen Trieb abzuschneiden, damit ein neuer kräftigerer Blühstängel nachwachsen kann.

Natürlich können auch Stängel, die in voller Blüte stehen, abgeschnitten und als Schnittblumen verschenkt werden. Am besten halten sie sich, wenn sie unten mit einem langen schrägen Schnitt abgeschnitten werden und das Wasser häufig, also spätestens alle drei Tage gewechselt wird.

Wurzelrückschnitt

Es bietet sich an, die Wurzeln alle 2 bis 3 Jahre beim umtopfen zu beschauen und weiche faulige oder vertrocknete Wurzeln zu entfernen.

Luftwurzeln oder noch gesunde grüne Wurzeln abzuschneiden, kann die Orchidee schwächen. Auch wenn sie überschüssig oder unansehnlich wirken, sollte man hier zurückhaltend sein und nur dann zurückschneiden, wenn die Orchidee ausgesprochen viele Luftwurzeln gebildet hat.

Blattrückschnitt

Im Laufe der Jahre werden die untersten Blätter einer jeden Pflanze seneszent, also alt, und erscheinen trocken und blass und schließlich gelb und schrumpelig. Solange sie noch fest sitzen, zieht die Pflanze Biomoleküle aus dem Blatt, um sie zu recyclen und deren Bausteine für die Bildung neuer Blätter zu verwenden.

Ist dieser Prozess abgeschlossen, stößt die Pflanze das Blatt ab. Sie sollten es also erst entfernen, wenn es sich leicht mit der Hand abzupfen lässt. Nur bei kranken Pflanzen darf ein Rück­schnitt grüner Blätter gemacht werden, um sie Ausbreitung von Keimen in der Pflanze zu verhindern.

Niemals dürfen Blätter teilweise abgeschnitten werden, denn die Schnittstellen sind eine Eintrittspforte für Keime.

das richtige Werkzeug

Grundsätzlich ist es wichtig, beim Schneiden sehr scharfe und saubere, am besten sterile Messer zu verwenden, da das Werkzeug sonst über die Schnittstellen Krankheits­erreger ins Gewebe einbringen kann.

Ziehen Sie die Klinge dazu unmittelbar vor dem Einsatz kurz durch eine Kerzen­flamme, halten sie es in kochendes Wasser oder wischen sie es mit Brennspiritus ab.

 

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