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Orchideen umtopfen

Orchideen müssen regelmäßig frisches Substrat und einen ausreichend großen Topf bekommen, damit sie lange schön und gesund bleiben.

Wie häufig umtopfen?

Orchideen umtopfen - aus Gefäß nehmenSpätestens alle zwei Jahre ist es Zeit eine Orchidee umzutopfen, da sich das Substrat im Laufe der Zeit zersetzt und den Wurzeln schadet.

Warum muss umgetopft werden?

Das Substrat verdichtet sich, sodass die Wurzel schlecht belüftet und dauerhaft feucht  ist. Gleichzeitig werden durch Kompostierungsprozesse  Mineralsalze  freigesetzt, die in zu hoher Menge schädlich sind.

Außerdem kann sich die Pflanze nicht weiterentwickeln, wenn der Topf zu klein ist.

Das ist spätestens dann der Fall, wenn die Pflanze über den Topfrand hinauswächst.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum umtopfen?

Die steigende Lichteinstrahlung macht das Frühjahr zum optimalen Zeitpunkt zum umtopfen, denn Neutriebbildung und Wurzelwachstum werden jetzt besonders gut angeregt.

Nur in Ausnahmefällen, wenn eine Pflanze in sehr schlechtem Zustand ist, darf auch im Winter umgetopft werden.

 

Anleitung: Richtiges umtopfen von Orchideen

Schritt 1 Orchideen von altem Substrat befreien

Schritt 1 - Vorbereitung

Bei der Arbeit mit Orchideen ist es wichtig stets sauberes, möglichst steriles Werkzeug zu verwenden.

Die Töpfe sollten am besten neu und Messer sorgsam gereinigt sein.

Orchideen umtopfen - bluetenstaende abschneiden

Schritt 2 - Blütenstände entfernen und altes Substrat entfernen

Schneiden Sie zunächst die Blütenstände ganz zurück und befreien Sie das Wurzelwerk von der alten Erde.

Diese sollte nicht mehr, auch nicht untergemischt, zur Orchideenkultur wiederverwendet werden.

Orchideen umtopfen - faulige oder vertrocknete Wurzeln entfernen

Schritt 3 - faulige oder vertrocknete Wurzeln abschneiden

Schneiden Sie faulige oder vertrocknete Wurzeln ab (man erkennt sie an ihrer weichen bzw. papierähnlichen Struktur) und lassen Sie die Pflanze 24 Stunden auf einer Zeitungsunterlage liegen, damit die Schnittstellen vernarben können.

Orchideen umtopfen - richtige Topfgröße wählen

Schritt 4 - Den neuen Topf auswählen

Der neue Topf sollte nur eine Nummer Größer sein als der alte, mit zu viel Platz tut man seiner Orchidee keinen Gefallen.

Am besten wählen Sie einen Topf aus Kunststoff, denn Orchideen in Tontöpfen müssen zu häufig  gegossen  werden.  Die  Luftwurzeln  der  Orchidee  passen  nun  in  den  größeren  Topf  hinein  und wandeln sich nach einiger Zeit im Substrat in erdwohnende Wurzeln um. Nach langer Zeit kann es allerdings auch vorkommen, dass die Pflanze sehr viele lange Luftwurzeln gebildet hat. Werden diese in den Topf gequetscht, schadet das den Wurzeln, sie dürfen getrost weggeschnitten werden.

Orchideen richtig umtopfen - mit frischem Substrat auffüllen

Schritt 5 - Mit frischem Substrat auffüllen

Nun  werden  die Wurzelzwischenräume mit frischem Substrat bis  knapp  unter den  Topfrand  aufgefüllt, durch leichtes klopfen und andrücken verteilt und leicht angegossen. Da die Qualität des Pflanzstoffes für die  Gesundheit  der  Orchidee  ausschlaggebend  ist,  sollten  Sie  dieses  immer  beim  Orchideenfachmann kaufen.

Orchideen umtopfen - richtige Standort und gießen

Schritt 6 - Die folgenden Wochen

Damit die Pflanze aus dem Umtopfen gestärkt hervorgeht, empfiehlt es sich, zunächst sparsam zu gießen und leicht zu düngen bis sich neue Wurzeln bilden.

Besonders wohl fühlt sich die Pflanze in den folgenden Wochen an einem warmen schattigen Ort.

 

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